Die vielfältigen Krisen unserer Zeit erfordern ein Verständnis für gesellschaftliche Veränderungen und komplexe Lösungen. Im Fach Psychologie können durch die Förderung fachspezifischer Denk- und Handlungsweisen kritisches Denken und die Einnahme unterschiedlicher Perspektiven geschult sowie einer vorschnellen Ein- oder gar Übernahme unreflektierter, einseitiger Erklärungen vorgebeugt werden. Psychologisches Denken als ein wesentlicher Aspekt psychologischer Bildung ist vor allem gekennzeichnet durch Multiperspektivität, Wissenschafts- und lebensweltlicher Problemorientierung.
Das Bundesseminar beginnt Donnerstag Abend mit einem Erfahrungsaustausch zur Frage, inwiefern psychologisch denken ein Ziel des Psychologieunterrichts sein kann Am Freitag Vormittag können in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Psychologie (ÖGP) Psychologielehrpersonen Keynotes und Kurzvorträge über aktuelle Themen der psychologischen Forschung, mit denen psychologisch denken gefördert werden kann, im Rahmen des Tagungsprogramms individuell auswählen und besuchen (https://www.oegps.at/aktuelletagung).
Am Nachmittag wird ein psychologiedidaktisches Symposium zu diesem Thema mit mehreren Referent:innen und Diskussionsmöglichkeit veranstaltet. Die vier Beiträge dieses Symposiums illustrieren die Möglichkeiten der Initiierung psychologischer Bildungsprozesse im Psychologieunterricht aus dem Blickwinkel der Unterrichtsplanung (David Fraissl), der fachdidaktischen bzw. unterrichtsmethodischen Umsetzung (Paul Geiß) sowie anhand eines konkreten Beispiels zu einem aktuell sowie zukünftig relevanten Thema (Linda Wirthwein). In einer zusammenfassenden Diskussion (Maria Tulis) werden die Beiträge in einem psychologiedidaktischen Modell (PAULA) verortet und die Bedeutsamkeit psychologischer Bildung diskutiert.
Anschließend wird das Thema in einem Workshop der 4 Referent:innen mit Unterrichtsmaterialien vertieft und fachdidaktisch hinsichtlich des Unterrichtseinsatzes reflektiert.30.November 2025
Zielgruppe(n)
Pädagog/inn/enLernziele
Die FB fokussiert die aktuelle Entwicklung des neuen Lehrplans des Unterrichtsfaches PuP, indem gezeigt wird, wie im Psychologieunterricht elementare psychologische Methoden- und Urteilskompetenzen gefördert werden können.
Kontakt: fortbildung@ph-tirol.ac.at
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