7F6.TIT5V13 | Jugendsprache & Social Media: Zwischen Slang, Memes und Identität
Inhalt
Wenn Schüler:innen davon sprechen, dass jemand „cooked“ ist oder eine Situation „tuff“ war, stehen viele Lehrkräfte vor einem sprachlichen Rätsel. Doch hinter den kurzlebigen Trends der Social-Media-Plattformen steckt mehr als nur eine Aneinanderreihung von Anglizismen: Es ist eine Form der Identitätsstiftung und ein Ausdruck globaler Netzkultur.
In dieser Fortbildung entschlüsseln wir die aktuellen Codes und Begriffe, die über TikTok, Instagram und Messenger-Dienste in die Klassenräume schwappen. Wir beleuchten die Ursprünge dieser Ausdrücke und analysieren, wie soziale Medien den Sprachgebrauch und das Kommunikationsverhalten von Kindern und Jugendlichen nachhaltig verändern. Ziel ist es nicht, die Sprache der Schüler:innen selbst zu sprechen, sondern eine fundierte Sprach- und Medienkompetenz zu entwickeln, um die Lebenswelt der Lernenden besser zu verstehen und bei Bedarf kritisch zu reflektieren.
Andreas Lieb ist promovierter Germanist, Mediendidaktiker, PTS-Lehrer und Hochschuldozent (u.a. an der Universität Marburg, HAUP Wien, IPU Berlin und PH Freiburg) mit langjähriger Erfahrung in der Lehrkräftebildung (Fort- und Weiterbildung) sowie im DaF-/DaZ-Bereich. Als CEO von „Der Digital Trainer“ konzipiert und realisiert er innovative E-Learning-Szenarien und Fortbildungen zu digitalen Lehr-/Lernformaten. Seine Schwerpunkte liegen in der Sprachdidaktik, dem Einsatz digitaler Medien und der Professionalisierung von Lehrpersonen.
#Soziolinguistik #Beziehungsarbeit #Popkultur #GenZ30.September 2026
Gruppen und Termine
Gruppe 1 Anmeldung bis: Mittwoch, 30.09.2026 23:59
- Freitag, 04.12.2026 14:30 - 17:00
virtueller Raum
Vortragende(r)
Andreas Lieb
Zielgruppe(n)
Pädagog/inn/enLernziele
Die Teilnehmenden werden am Ende der Fortbildung:
*die aktuellen Kernbegriffe der jugendlichen Netzkultur (Gen Z und Gen Alpha) kennen und in ihren Kontext einordnen können.
*die Funktionsweise von Sprachwandel durch soziale Medien und globale Plattformen verstehen.
*die Rolle von Sprache als Distinktionsmerkmal und Gruppenzugehörigkeit im Jugendalter reflektieren.
*handlungssicherer im Umgang mit Slang im Unterrichtskontext werden (Wann ist es kreative Sprache, wann grenzüberschreitend?).
*Strategien entwickeln, um das Thema Sprachwandel und Medienwirkung präventiv und pädagogisch in den Unterricht zu integrieren.
Kontakt: fortbildung@ph-tirol.ac.at